Service Innovationen ermöglichen durch die Creative Problem Solving – Methode (CPS)

Für jedes Unternehmen ist es wichtig, immer wieder neue Service-Ideen zu entwickeln. Hierfür nutze ich gerne das »Creative Problem Solving (CPS)« – ein strukturierter Kreativitätsprozess, mit dem neuartige und nützliche Lösungen für ein Problem oder eine neue Idee generiert werden können. Entwickelt wurde CPS von Alex Osborn und Sidney J. Parnes in den 1950er und 1960er Jahren und wird bis heute stetig weiterentwickelt.

Das Grundprinzip der CPS-Methode ist der stetige Wechsel zwischen divergentem und konvergentem Denken. Oder anders gesagt: das Entwickeln von vielen, vielseitigen und ungewöhnlichen Ideen bis zu konstruktivem Fokussieren auf einzelne Ideen.

Damit auch wirklich kreative Service-Ideen entstehen, nutze ich gerne verschiedene Techniken und Methoden.

Für mich ist dabei das wichtigste: Brainstorming. Ein gutes Brainstorming ist eine hohe Kunst und kann für jede Aufgabenstellung angewandt werden. Diese 5 Schritte helfen Ihnen, mithilfe von Brainstorming gute Ideen zu finden:

  1. Definieren Sie eine Fragestellung, für die Sie Lösungen suchen.
  2. Schreiben Sie zunächst alle – wirklich alle – Ideen auf, die Ihnen spontan einfallen.
  3. Greifen Sie Ideen anderer auf und entwickeln Sie diese weiter.
  4. Bedenken Sie, dass hier die Quantität der Ideen ausschlaggebend ist.
  5. Bewertet wird erst im Nachhinein.

Um das Brainstorming weiter zu öffnen (divergentes Denken), kann man die »Hurra – wir haben ein Problem-Methode« nutzen. Kunden kaufen sehr gerne Problemlösungen, um Ihr Leben zu erleichtern. Aus genau diesem Grund kann es helfen, wenn Sie in Ihrem täglichen Umgang mit Kunden und Kollegen diesen Problemblick anwenden. Sammeln Sie erkannte Probleme anhand folgender Ansätze:

1. Achten Sie auf Beschwerden Ihrer Kunden und Kollegen.

    • Worüber klagt mein Gegenüber? Womit hat mein Gegenüber zu kämpfen?
    • Welche Probleme sind unbekannt? Welche sind kompliziert gelöst?
    • Welche Probleme stecken dahinter?
    • Welche Schwächen sind erkennbar? Was kann unsere Lösung (noch) nicht?

2. Fragen Sie nach dem WARUM und entdecken Sie das eigentliche Problem.
3. Leiten Sie daraus Ihre Chancen für zukünftige Produkte und Leistungen ab.
4. Achten Sie auch auf Reklamationen.

Ein anderer Ansatz ist hier der Perspektivwechsel: Wie sieht eventuell ein anderer das Problem oder die Herausforderung? Wie würde derjenige das angehen, etc.?

Eine weitere sehr kreative Methode, die ich auch gerne nutze, ist das Netz der Abstraktion, mit dessen Hilfe Sie Herausforderung aus anderen Perspektiven betrachten können. Sie bewegen sich einerseits auf einer abstrakteren Ebene (Wofür wollen Sie die Idee? Wofür verfolgen Sie die Thematik?) und auf einer handlungsorientierteren Perspektive (Was hindert mich jetzt noch daran? Was hält mich davon ab?). So können Sie den Fokus verlegen und das eigentliche Kernproblem identifizieren.

Um Ihre Ideen wieder zu fokussieren, konzentrieren Sie sich nun auf eine oder zwei erarbeitete Themen (konvergentes Denken. Dazu eignet sich eine Punktebewertung, die von allen Personen gemacht wird. Damit es auch eine faire Bewertung wird, passen Sie die Anzahl der zu vergebenden Punkte pro Person an (bspw.: Teilnehmeranzahl – 1 geteilt durch 2).

Oder Sie nutzen die sogenannten OMIPC-Kriterien. Bewerten sie anhand:

O = Ownership: Haben Sie Einfluss auf dieses Thema?
M = Motivation: Verspüren Sie die Lust, sich mit dem Thema zu beschäftigen?
I = Imagination: Benötigt das Thema kreative, neuartige Lösungen, um voran zukommen?
P = Passion: Mehr als Motivation – es ist Ihre Leidenschaft, das Thema zu treiben.
C = Champion: Wer kann die Lösung vorantreiben?

Natürlich gibt es noch weitere Methoden und Ansätze, die ich Ihnen immer wieder zwischendurch in meinem Blog vorstellen werde.

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